von (Kommentare: 1)

Kennst du das? Dir wird bewusst, dass Weihnachten (mal wieder urplötzlich) vor der Tür steht, und es schleicht sich ein unangenehmes Gefühl ein bei dem Gedanken an all die Dinge, die getan werden „müssen“, angefangen beim Schmücken der Wohnung, beim Suchen von Geschenken bis hin zu Pflichtbesuchen oder ungeliebten Gastgeberrollen ...

Vermutlich kannst du relativ leicht sagen, was du eigentlich nicht möchtest. Kannst du auch auf Anhieb sagen, was du möchtest?
Wonach ist dir wirklich? Was möchtest du wirklich? Hast du dir schon einmal erlaubt, das ganz und gar zu Ende zu denken?


von (Kommentare: 0)

Kennst du das? Du weißt etwas nicht, du stehst „blöd“ da, dir wird vielleicht sogar heiß, und du hast Angst, was die anderen über dich denken könnten.

Das ist eine Situation, die die meisten von uns mehr oder weniger intensiv in der Schule erlebt haben. Was geblieben ist, ist die Angst, nicht genug zu „wissen“ und für blöd oder auch zu langsam gehalten zu werden. Vielleicht ist uns so etwas oder ähnliches auch in der Familie widerfahren.

Die Beschämung, die wir erlitten haben, wirkt oft über viele Jahre nach, und die Schädigung unseres Selbstwertgefühls auch.

Als Kind wissen wir meist nicht, was „richtig“ ist oder als „richtig“ gilt. Wir lernen, Schritt für Schritt, wir erkunden die Welt und lernen die Regeln der Erwachsenen kennen, die uns oft genug unverständlich sind.


von (Kommentare: 0)

In der letzten Zeit sehe ich um ich herum immer wieder ein Thema in verschiedenen Variationen:

Alte Rollen passen nicht mehr. All das, was lange in uns unterdrückt oder eingeschränkt war, will sich befreien. Und das ist gar nicht immer so einfach.

Ich sehe z.B. X, die immer bewusster wahrnimmt, dass die Rollen, die sie in ihrer Familie lange gespielt hat, ihr einfach nicht mehr „passen“, sie ist sozusagen über sie hinausgewachsen. Sie spürt immer mehr, was sie wirklich möchte, für welche Wahrheiten sie einstehen möchte. Und wenn sie diese „unbequemen“ Wahrheiten äußert, stößt sie auf Abwehr.


von (Kommentare: 0)

Kennst du das? Du bist ungerecht behandelt worden, bist vielleicht sogar „beschuldigt“ worden, und du bekommst keine Gelegenheit, die Dinge klarzustellen, bzw. man versteht dich nicht.

Was für ein Gefühl hast du in einer solchen Situation? Vermutlich ein Gefühl der Hilflosigkeit oder Machtlosigkeit, was wiederum ein Gefühl der Wut auslöst. Im schlimmsten Fall stellen sich sogar Hassgefühle ein, und du findest keinen wirklichen Frieden mit der Situation.

Immer wieder versuchst du, gute Argumente zu finden, dich zu rechtfertigen. Vielleicht stellst du dir auch vor, wie du diejenigen, die dich ungerecht behandelt oder auch zu Unrecht beschuldigt haben, zurechtweist, um deine Würde wieder zu erlangen.


von (Kommentare: 0)

In meiner Familie war Wut nicht erlaubt. Es gab ein unausgesprochenes Verbot für Wut, das allerdings sehr wirksam war.
Hass war noch unvorstellbarer, denn das hatte noch mehr die Assoziation von „böse“ sein, „schlecht“ sein.
Aber genauso wenig waren alle anderen „negativen“ Gefühle – oder besser Emotionen – erlaubt:
Verzweiflung, Not, Traurigkeit usw. Sie alle durften nicht wirklich zum Ausdruck gebracht werden.