Blog: Kindliche Anteile integrieren

von Christine Warcup (Kommentare: 0)


Kennst du das Gefühl, wenn man dich überfährt?
Du tust etwas, sagst etwas, bietest etwas an, und man geht darüber hinweg, nimmt es gar nicht wahr.

Das ist bei vielen Menschen eine alte Erfahrung: Als Kind sind sie noch mit sich verbunden, sie sind im SEIN, nicht im Tun wie die meisten Erwachsenen. Sie sind oft verbunden mit anderen Welten, die die Erwachsenen häufig als Phantasiewelten abtun.

Sie sind – ganz im Augenblick – z.B. in ein Spiel vertieft.
Und dann kommt ein Erwachsener wie ein D-Zug und braust über die Empfindungen, Gefühle, die Verbundenheit des Kindes hinweg, weil irgendetwas gerade „sehr wichtig“ ist.
Der Erwachsene hat seine Verbindung mit sich selbst in vielen Teilen verloren und spürt das SEIN des Kindes nicht.

Kinder haben noch die Verbindung zu den Geistigen Welten

Doch hat das Kind noch einen Halt, den der Erwachsene oft nicht mehr hat: die Verbindung zu den Geistigen Welten.

Während des  Workshops „Dem inneren Kind neu begegnen“ wurde mir dieser Zusammenhang in einem inneren „Fühl-Bild“ auf einer neuen Ebene klar:

Ich beschrieb den TeilnehmerInnen meine „Fühl-Wahrnehmung“ eines Zuges, der auf einen dunklen Tunnel zuraste.

Gleichzeitig bewegte sich der Zug in Zeitlupe auf den Tunnel zu, so dass der „Reisende“ Zeit hatte, sich mit aller Macht gegen den Tunneleingang zu stemmen, denn er wollte nicht in diesen dunklen Tunnel.

Das Kind in uns ist noch verbunden – auch mit gespeicherten Gefühlen

Sein inneres Kind lief jedoch voran, blieb in der Mitte des Tunnels stehen und rief begeistert: „Hier ist es gar nicht dunkel“, denn es hatte die lichtvolle Verbundenheit mit den Geistigen Welten auch in dem dunklen Tunnel, der sich energetisch nach oben geöffnet hatte.

Dann plötzlich raste ein D-Zug aus der entgegenkommenden Richtung auf dem einzigen Gleis durch die Szene. Doch blieb das Kind unverletzt – es wurde von seinen Geistigen Helfern energetisch für einen Augenblick in die lichten Welten gehoben. Da wurde mir klar, wie wir als Kinder auch extreme Erlebnisse "überlebt" haben. Allerdings:

Wenn wir heute „überfahren werden“, kommen wir wieder in Verbindung mit all den Gefühlen, die wir als Kind in solchen Erfahrungen gespeichert haben, da diese Gefühle keinen Ausdruck finden konnten.

Die alten Gefühle heilen

Wenn wir jedoch beginnen, uns uns selbst und solchen Gefühlen liebevoll zuzuwenden, bekommen sie heute die Chance, sich Schritt für Schritt zu zeigen und immer mehr angenommen zu werden. Denn nur so können sie heilen, indem sie die Botschaft zu spüren bekommen: Du bist in Ordnung, du hast nichts falsch gemacht. Du bist vollkommen in Ordnung.
Und das ist eine Botschaft, nach der sich viele unserer Anteile sehnen.

So können wir Schritt für Schritt die Verbundenheit mit all unseren Anteilen wiederfinden - und ganz nebenbei auch unsere Wahrnehmung erweitern.

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