Blog: Mehr Leichtigkeit – wie geht das? - Überwindung von alten Pflichtprogrammen

von Christine Warcup (Kommentare: 0)


Vor ein paar Tagen wollte ich unbedingt meinen neuen Blogbeitrag schreiben – wie ich es mir halt vorgenommen hatte. Und – nichts! Absolut keine Idee, sondern die totale Leere im Kopf.

Und ein altes Pflichtprogramm meldete sich: Du hast angekündigt, 14-tägig Blogbeiträge zu schreiben. Du kannst jetzt nicht einfach nichts schreiben – was sollen die Leute denken.

Ja, tatsächlich, zu meiner Überraschung tauchte dieser alte Satz aus meiner Kindheit auf, den ich immer so doof fand und immer noch finde und den ich unbewusst übernommen habe.

Alles, was ich schon mal gehört hatte über die Wichtigkeit regelmäßiger Präsenz im Netz verdichtete sich zu einem Block im Kopf.

Ich entscheide

Ich setzte mich in die Badewanne und dachte: So macht das keinen Spaß.
ICH habe entschieden, einen regelmäßigen Blog zu schreiben und ICH kann etwas anders entscheiden. Ich habe jederzeit die Wahl. Ich möchte mehr Leichtigkeit.

Sofort zeigte sich ein Lächeln auf meinem Gesicht, die Schwere fiel ab und die Ideen kamen – bis mein Kopf wieder versuchte, etwas „richtig Gutes“ schreiben. Prompt war der Kopf wieder leer.

Die Tücke des Vergleichs

Und es kamen Gedanken wie: Andere können es besser, sind kreativer. Ich kann das nicht so gut wie andere usw.

Bis ich irgendwann merkte, was das für ein Unsinn ist. Denn ich habe so viele Texte empfangen, 5 Bücher, Lieder … Aber ich habe sie eben nicht mit dem Kopf in „harter Arbeit“ erdacht – schon gar nicht mit Druck!

Vielleicht kommen jetzt bei dir Gedanken wie: Naja, sie kann ja auch channeln, das kann ich nicht.
Dann bist du genau in dem Vergleich, der meine Kreativität so gebremst hat und immer wieder einmal bremst, wenn ich dem so gewohnten Vergleich erliege.

Eingebungen kommen lassen

Wir alle empfangen die ganze Zeit, Gedanken, Ideen, geniale Einfälle – nicht umsonst heißt es Ein-fall, Ein-gebung, In-tuition. Da fällt etwas in uns hinein, kommt etwas herein, da wird uns etwas eingegeben.

Wir können Lösungen nicht „erdenken“, sie fallen uns irgendwann zu, wenn der richtige Moment gekommen ist, niemals vorher. Und wie oft zermartern wir uns vorher das Hirn – ganz umsonst.

Mit der Erinnerung daran konnte ich mich einfach entspannen, meinen Kopf leer werden lassen, meine Zeit in der Badewanne genießen und vertrauen, dass mir schon im rechten Moment eine Idee kommt.

Ja, und dann purzelten die Ideen ganz von selbst. Nur konnte ich sie in der Badewanne nicht aufschreiben, und vorzeitig verlassen wollte ich die Badewanne auch nicht. Und so habe ich wieder entschieden, einmal mehr darauf zu vertrauen, dass mir die richtige Idee im rechten Moment schon kommt.

So oft spielen alte, übernommene Pflichtprogramme eine Rolle bei uns oder alte, übernommene Glaubenssätze und Gewohnheiten wie z.B. „erst die Arbeit, dann das Vergnügen“. Wenn ich erst „gearbeitet“ hätte, also krampfhaft versucht hätte, einen Blogbeitrag zu schreiben, wäre vermutlich kein Blogbeitrag dabei herausgekommen und ich hätte mir vermutlich auch nicht mehr die Zeit in der Badewanne zugestanden.

Das ist das alte Programm. Und es geht leichter, freudiger.

Wie komme ich im Alltag zu mehr Leichtigkeit?

Voraussetzung ist dabei für mich immer wieder zu schauen: Wie geht es mir gerade? Tut mir das gut? Fühlt sich das leicht an? Entspricht es mir überhaupt oder handle ich gerade unbewusst aus übernommenen Glaubenssätzen? Was ist mein Impuls? Was ist jetzt „dran“ oder „reif“? Wie kann ich etwas so bewerkstelligen, dass es mir dabei gut geht? Gibt es noch einen leichteren, liebevolleren Weg?

Und oft genug gelingt mir das noch nicht, denn ich kannte in meiner Kindheit und Jugend nur Härte mit mir selbst. Ich hatte keine Vorbilder, die mir nach dem Krieg Mitgefühl mit mir selbst und Leichtigkeit vorleben konnten. Ich übe, und wenn es mir gelingt, genieße ich es in vollen Zügen, denn es fühlt sich so viel besser an als die alte Härte, der alte Druck und die alte Schwere.

Manchmal hilft es mir auch, mir darüber bewusst zu werden, ob alte, übernommene Energien noch in mir wirken. Dann erlaube ich, dass diese Energien sich mit Hilfe meines Atems lösen oder ich bitte meine feinstofflichen Begleiter, diese Energien aus meinem Energiefeld zu entfernen.

So gelange ich Schritt(chen) für Schritt(chen) zu mehr Leichtigkeit – in eine mir früher unbekannte Leichtigkeit und Entspannung.
Das wünsche ich dir auch.

Tipp:

Oft hindern uns blockierte Gefühle darin, wirklich uns selbst zu folgen und liebevoll für uns selbst zu sorgen.
In meinen Workshops "Meine inneren Kinder versorgen" kümmern wir uns liebevoll um diese blockierten Aspekte unserer Kraft und unseres Selbstwerts.

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