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Vor ein paar Tagen wollte ich unbedingt meinen neuen Blogbeitrag schreiben – wie ich es mir halt vorgenommen hatte. Und – nichts! Absolut keine Idee, sondern die totale Leere im Kopf.

Und ein altes Pflichtprogramm meldete sich: Du hast angekündigt, 14-tägig Blogbeiträge zu schreiben. Du kannst jetzt nicht einfach nichts schreiben – was sollen die Leute denken.

Ja, tatsächlich, zu meiner Überraschung tauchte dieser alte Satz aus meiner Kindheit auf, den ich immer so doof fand und immer noch finde und den ich unbewusst übernommen habe.

Alles, was ich schon mal gehört hatte über die Wichtigkeit regelmäßiger Präsenz im Netz verdichtete sich zu einem Block im Kopf.


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Kennst du das? Diese Stimme in deinem Kopf, die sich immer wieder über X oder Y aufregt? Die sich selbstherrlich über das unmögliche Verhalten von X und das unerträgliche Gebärden von Y empört?

Ich kenne diesen Teil in mir. Sein Monolog hört sich etwa so an:

Oh, ich weiß, dass alles im Außen nur ein Spiegel ist, und ich kann nur mich selbst ändern … Blah, blah, blah …

Aber! Echt! Wie kann sie nur? Wie kann er es wagen? Warum hat sie das getan?

Was stimmt mit ihm nicht?  Was stimmt mit mir nicht? Liebt er mich noch? Wird er mich je lieben?

Warum macht sie nicht …. ? Warum will er nicht …. ? Warum können sie nicht …. ?

Oder:

Ich kann es nicht mehr ertragen! Seine Kritik, ihr Mobbing, sein Gehabe, ihr Getue, seine Ignoranz. Es macht mich wahnsinnig! Ich bin schockiert, entsetzt! Wie können sie nur?


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Kennst du das? Du hast etwas vollbracht, es ist dir auch recht gut gelungen, und dennoch bist du nicht zufrieden.

Ein Teil von dir hört nicht auf, dir zu sagen, was du hättest besser machen sollen, wo du einen Fehler gemacht hast, warum es noch nicht gut genug war, usw., usw. …

Der innere Kritiker ist erbarmungslos am Werk. Deine Angst, nicht gut genug zu sein, behält die Oberhand, obwohl – objektiv betrachtet, alles gut gelaufen ist, und du sehr zufrieden mit dir sein könntest, wenn du dich anerkennen könntest für das, was dir gelungen ist.


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Du bist so wundervoll – glaubst du das? Glaubst du das wirklich, dass du wundervoll bist, liebenswert, großartig? Oder würdest du das nur gern glauben?

Was zeigt dir deine Umwelt,  wie du dich selbst behandelst? Ist sie fürsorglich, anerkennend, rücksichtsvoll, verständnisvoll, voller Mitgefühl und Geduld für dich? Zeigt man dir, wie sehr man dich liebt und wertschätzt?

Wenn das der Fall ist,  hast du kein Problem mit der Wertschätzung und Liebe für dich selbst.


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Kennst du das? Du hast dich auf einen Besuch gefreut, hast dir viele Gedanken gemacht, wie du es deinem Besuch angenehm gestalten kannst – und dann merkst du, wie erschöpft du bist, spätestens, wenn der Besuch wieder gegangen ist.

Vielleicht fragst du dich, warum du so erschöpft bist. Nun gut, du hast vielleicht lange in der Küche gestanden, hast vielleicht auch noch geputzt und alles gemütlich gestaltet, und hast dich um deinen Besuch gekümmert. Aber warum bist du dann sooo erschöpft? Du hast dich doch auf den Besuch gefreut oder?