Blog: Befreiung von einschränkenden Erfahrungen aus der Schulzeit - oder - unsere Kreativität wieder erwecken

von Christine Warcup (Kommentare: 0)


Ich bin letztens über einen interessanten Artikel auf Facebook gestolpert.

In dem Artikel wird beschrieben, wie eine Doktorandin, die immer leicht und gern gelernt hat, erfolgreiche Menschen nach ihren Erfahrungen in der Schule befragt hat - in der Erwartung, nur positive Äußerungen zu hören.

Zu ihrer Verwunderung hörte sie stattdessen von Verletzungen, die bis in die heutige Zeit nachwirken.
Und das hat mich - trotz meiner als  "erfolgreich" geltenden Schulkarriere an meine Erfahrungen z.B. im Kunstunterricht erinnert:

Meine Erfahrungen im Kunstunterricht und die Folgen

Meine Bilder wurden meist nur erwähnt, um zu zeigen, wie man es nicht machen sollte ... - mit dem Ergebnis, dass ich felsenfest davon überzeugt war, dass ich nicht malen oder zeichnen kann. Und somit

habe ich es auch gar nicht mehr versucht.

Als ich vor Jahren eine Ausbildung in Kunst- und Atemtherapie machte, fiel mir der Einsatz von Pinsel und Farbe relativ leicht, weil es nicht darum ging, "etwas", und schon gar nichts Vorgegebenes zu produzieren, sondern mit Wasser und Farbe zu spielen, die Farbe mit dem Wasser fließen zu lassen, ohne eine bestimmte Absicht.

Dennoch war ich weit davon entfernt, einfach nur für mich zu malen.

Einfach, mit Spaß und ohne Anspruch von außen

In den letzten Monaten liefen mir auf Facebook immer wieder sehr einfache Zeichnungen über den Weg, die in sehr simpler Weise eine Botschaft sehr klar vermittelten.

Dann kaufte mir mein Mann Pastellwachskreiden im Angebot, weil ein Fachgeschäft in der Nähe zumachte. Und ich probierte einfach mit den Farben herum, ohne eine bestimmte Absicht. Es machte immer mehr Spaß, bis ich mir letztens eine große Palette Pastellkreiden und -stifte bestellt habe. Und jetzt schwelge ich in Farben. Ich probiere einfach aus, ohne Erwartung und freue mich an den Farben. Und ich freue mich immer wieder an den Resultaten.

Mir selbst folgen statt den Erwartungen anderer

Ja, und dann passierte es, dass ich zu einem bestimmten Thema, über das ich schreiben wollte, ein klares inneres Bild bekam. Ich setzte mich hin und malte, bzw. zeichnete in wenigen Minuten, was ich im Innen gesehen hatte. Und es funktionierte!

Immer wieder merke ich, dass ich dann, wenn ich mir selber folge, ohne die Erwartungen, die von außen an mich herangetragen worden sind, Dinge auf meine Weise mache, auf meine einzigartige Weise. Wenn ich versuche, andere zu kopieren oder ihre Erwartungen zu erfüllen, scheitere ich meist oder tue mir im schlimmsten Fall selber weh, da ich niemals die Dinge so tun kann, wie andere es tun würden.

Als Kinder probieren wir noch alles aus, "üben" Dinge, die uns interessieren, stunden-, tage-, oder wochenlang, bis wir mit dem, was wir "gelernt" haben, zufrieden sind. Dann suchen wir die nächste Herausforderung - bis wir in die Schule kommen und Dinge in einer vorbestimmten Weise tun sollen, die unsere Kreativität abtötet.

Es ist nie zu spät

Doch es nie zu spät! Wir können wieder beginnen, zu probieren, Neues zu erforschen und unsere Kreativität wiedererlangen.

Manchmal kommen dabei vielleicht schmerzliche Erinnerungen hoch. Dann können wir uns voller Mitgefühl den damit verbundenen Gefühlen zuwenden, sanft und weich atmen und den alten schmerzlichen Energien erlauben, sich zu lösen. So können wir immer freier werden und uns wieder an unserer Kreativität erfreuen.

Welche Erfahrungen habt ihr in der Schule gemacht?

 

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