Blog: Du bist so wundervoll – 5 Schritte, wie du dich selbst leichter wertschätzt

von Christine Warcup (Kommentare: 0)


Du bist so wundervoll – glaubst du das? Glaubst du das wirklich, dass du wundervoll bist, liebenswert, großartig? Oder würdest du das nur gern glauben?

Was zeigt dir deine Umwelt,  wie du dich selbst behandelst? Ist sie fürsorglich, anerkennend, rücksichtsvoll, verständnisvoll, voller Mitgefühl und Geduld für dich? Zeigt man dir, wie sehr man dich liebt und wertschätzt?

Wenn das der Fall ist,  hast du kein Problem mit der Wertschätzung und Liebe für dich selbst.

Musst du noch „besser“ sein?

Wenn du aber meinst, dich anstrengen zu müssen, um „genehm“ zu sein, gut zu sein, möglichst besser zu sein, liebevoller, verständnisvoller, erfolgreicher …., versuchst du, Anerkennung und Wertschätzung vom Außen zu erhalten, vielleicht sogar um jeden Preis.

Alles beginnt bei uns selbst. Vielleicht hat man dir als Kind nie gesagt, wie sehr man dich liebt, wie wundervoll und liebenswert du bist, einfach weil du bist. Vielleicht hat man dich kritisiert, „mehr“ von dir erwartet, vielleicht dich gar beschämt und niedergemacht. Vielleicht hat man dich auch nicht verstanden und du hast dich deshalb „anders“ gefühlt, irgendwie „nicht richtig“, nicht so, wie man dich gern gehabt hätte.

Eine neue Entscheidung

So hast du das, was du über dich gehört und erfahren hast, zu deiner Wahrheit gemacht. Und so behandelst du dich weiterhin, wie du es gewohnt bist  - bis du die Entscheidung triffst, deine übernommene Wahrheit zumindest in Frage zu stellen.

Oft hatten die Erwachsenen in deiner Umgebung keine oder nur wenig Wertschätzung für sich selbst. Oft hatten sie keine gute Verbindung mit  sich selbst, zu ihrem eigenen Herzen und damit zu ihrer eigenen Liebe für sich selbst.
Wie solltest du dann von ihnen lernen, dich selbst zu lieben. Wie solltest du lernen, dass es in Ordnung ist, sich selbst wertzuschätzen, ja, dass die Wertschätzung für sich selbst immer zusammenhängt mit der Wertschätzung, die wir anderen geben können und umgekehrt.

Doch die Tatsache, dass du es nicht von ihnen lernen konntest, muss nicht heißen, dass das so bleiben muss.

Wenn wir urteilen, trennen wir uns von der Liebe in uns

Ja, wenn wir urteilen, verschließen wir uns, wir verschließen unser Herz. Und dann kann uns das, was wir verurteilen, nicht mehr berühren. So haben wir uns lange geschützt. Und das ist in Ordnung, denn wir haben den Schutz gebraucht.

Doch wenn wir urteilen, im Außen oder gegen uns selbst, gibt es in uns einen Teil, der gesehen werden möchte. Dieser Teil, der vielleicht gegen etwas im Außen wettert nach dem Motto „Wie kann der nur?“ „Warum machen die das?“ „Das ist ja unmöglich!“ – dieser Teil hat Angst. Und er braucht etwas von uns. Und er traut sich nicht, uns das mitzuteilen oder er weiß selbst nicht genau, was es ist.*

5 Schritte zu mehr Wertschätzung für uns selbst

  1. Der erste Schritt ist die Bewusstheit darüber, dass wir nicht sehr wertschätzend mit uns umgehen, bzw. die Bewusstheit darüber, dass alles, was wir im Außen verurteilen, auch in uns nicht von uns angenommen wird. Und ganz wichtig ist dabei, uns nicht dafür zu verurteilen, dass wir uns noch nicht oder nicht oft wertschätzen konnten. Es gab und/oder gibt gute Gründe dafür.
  1. Im zweiten Schritt geht es darum, mit dieser Bewusstheit anzuerkennen, wie es JETZT in uns ist. Okay, ich habe mir noch nicht allzu viel Wertschätzung gegeben. Das ist schade und ich bin vielleicht traurig darüber, und es ist so. Punkt. Ich kann meine Traurigkeit fühlen und ab jetzt die Dinge verändern.
  1. Im dritten Schritt geht es um die Übung, sich selbst wertzuschätzen. Dazu müssen wir keine Meisterleistungen erbringen. Es geht um die ganz kleinen Dinge. Zum Beispiel:
    Ich wertschätze mich dafür, dass X mich heute so nett angelächelt hat. Oder:
    Ich wertschätze mich dafür, dass mir Y heute spontan geholfen hat.
    Das heißt, es geht erst einmal gar nicht darum, dich für irgendeine Leistung wertzuschätzen, sondern für die positive Resonanz, die du vom Außen auf dich erhältst. Denn die hast du verursacht. Dafür kannst du dich wertschätzen.
  1. In einem weiteren Schritt kannst du dich wertschätzen für die kleinen liebevollen Gesten dir selbst gegenüber, wie zum Beispiel: Ich wertschätze mich dafür, dass ich mich heute nicht gehetzt habe, dass ich meinem Gefühl gefolgt bin, dass ich mir ein gutes Essen bereitet habe etc.
    Auch hier geht es nicht um Leistungen, mit denen du im Außen glänzen kannst, sondern um die kleinen Schritte, mit denen du dir mehr und mehr liebevolle, achtsame Aufmerksamkeit schenkst.
  1. Ein weiterer, sehr effektiver Schritt wäre es, dir ein kleines Büchlein anzuschaffen und jeden Tag oder Abend diese kleinen Anerkennungen oder Wertschätzungen für dich selbst aufzuschreiben, damit die Wertschätzung für dich selbst zu einer neuen Gewohnheit werden kann … und die Resonanz darauf dir immer mehr Grund zur Wertschätzung für dich selbst geben kann …

Ich wünsche euch einen mitfühlenden, geduldigen Umgang mit euch selbst und gaaaaanz viel Wertschätzung für euch selbst.

*Dazu mehr in einem der nächsten Blog-Artikel und in meinem Workshop am 3./4. Januar: Mein Jahr der Wertschätzung für mich selbst

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