Gerechtigkeit

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Gerechtigkeit

Bist du gerecht? Pflegst du gerecht zu sein?
Oder forderst du nur Gerechtigkeit, weil du Angst hast, zu kurz zu kommen?
Warum ist dir Gerechtigkeit so wichtig?
Warum muss es stets gerecht zugehen?
Was fürchtest du so sehr?
Du bist erpicht auf Ausgewogenheit, auf Klärung.
Alles muss im Einklang sein, damit du dich entspannen kannst.
Doch kannst du dich entspannen?
Bleibst du nicht immer angespannt, aus Angst, es könnte Ungerechtigkeiten geben?
Bist du nicht immer auf der Hut aus Angst vor Ungerechtigkeit?
Was fürchtest du so sehr?
Meinst du, dir stehe gar nichts zu?
Meinst du, du könntest schlecht dastehen?
Meinst du, du würdest übervorteilt, wenn du nicht achtsam bist?
Was fürchtest du so sehr?
Kannst du denn nicht darauf vertrauen, dass alles sich stets fügt,
so, wie es allen dient? Auch dir?
Was kann dir denn entgehen? Was kannst du denn verlieren?
Du trägst doch alles in dir selbst, alles, was wirklich zählt.
Du kannst gar nichts verlieren von dem, was eh zu dir gehört.
Du bist doch stets vollkommen, du bist doch ganz du selbst,
genau wie all die anderen, die auch vollkommen sind auf ihre Art.
Entspanne dich in dem Vertrauen,
dass all das zu dir kommt, was dir auch zusteht kraft deines Seins.
Entspanne dich in dem Vertrauen,
dass du alles haben kannst, was du in dir trägst.
Doch wenn die Angst dein Motor ist, die Angst vor Mangel, vor Versagen,
dann wirst du Mangel sehen, dann wirst du stets versagen,
und du wirst stets das Urteil sehen, das du in dir trägst,
das Urteil, das du selber fällst dir selbst gegenüber.
Du selbst bist ungerecht, wenn du Unrecht erfährst.
Du selbst verurteilst dich auch ohne Schuld,
wenn du die Angst vor Schuld noch in dir trägst.
Du wirst dich immer schuldig sprechen, wenn etwas in dir daran glaubt,
dass du schuldig bist und warst und deshalb immer sein wirst.
Doch geht es nicht um Schuld, niemals.
Es geht nur um Erfahrungen, die du selber wählst,
die du selber dir erschaffst mit deiner Innenwelt.
Drum prüfe gut:
Was glaubst du über dich?
Was hältst du von dir selbst?
Welche Sicht hast du übernommen, ohne sie zu prüfen?
Das, was du in dir trägst, wirst du im Außen sehen.
Gesteh dir zu, Gerechtigkeit zu erfahren und du wirst sie sehen.
Erlaube dir, dich selbst zu achten und du wirst geachtet werden.
Gestatte dir, die Liebe in dir zuzulassen,
und du wirst die Liebe spüren, wirst sie atmen und verströmen
für dich selbst und für die Welt.

 

© 2018 Christine Warcup, Utting am Ammersee

Die auf dieser Webseite monatlich veröffentlichen Textjuwelen sind kostenlos erhältlich (www.christine-warcup.de) und können nicht kommerziell mit Angabe dieser Fußnote weitergegeben werden.

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